VATM-Marktanalyse: Glasfaser frühestens ab 2031 mit mehr Nutzern als DSL
Stand: 12.05.2026
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Neue Zahlen zum deutschen Festnetzmarkt und zum Glasfaserausbau in Deutschland haben jetzt der TK-Verband VATM und das Beratungsinstitut Dialog Consult mit der neuen 27. TK-Marktanalyse vorgelegt. Befragt wurden dazu im ersten Quartal 2026 Mitgliedsunternehmen des VATM. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Studie.
38,1 Millionen Breitbandanschlüsse: Löwenanteil entfällt weiterhin auf DSL
Bis Ende 2026 soll die Zahl der aktivierten Breitbandanschlüsse in Deutschland laut VATM-Schätzung auf 38,1 Millionen steigen. Die Anschlüsse teilen sich auf die einzelnen Technologien wie folgt auf:
- 21,8 Millionen DSL-Anschlüsse
- 8,5 Millionen Kabelanschlüsse
- 7,8 Millionen Glasfaseranschlüsse (FTTH/B).
Laut VATM könnte DSL unter günstigen Voraussetzungen erst ab 2031 durch Glasfaser als meistgenutzte Anschlusstechnologie abgelöst werden.
Erst knapp ein Viertel der erreichbaren Haushalte nutzt Glasfaser auch
- 32 Millionen erreichbare Haushalte (Homes Passed, +5,4 Millionen zum Vorjahr)
- 12,5 Millionen Haushalte mit Glasfaser versorgt (Homes Connected, + 2 Millionen zum Vorjahr)
- 7,8 Millionen Haushalte nutzen Glasfaser (Homes Activated, + 1,4 Millionen zum Vorjahr).
Die 7,8 Millionen genutzten, aktivierten Glasfaseranschlüsse teilen sich auf die Anbieter Ende 2026 so auf:
- Telekom: 2,7 Millionen Glasfaseranschlüsse
- Wettbewerber: 5,1 Millionen Glasfaseranschlüsse
Die Endkundenzahlen und entsprechenden Marktanteile der führenden Festnetzanbieter
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Internetanbieter
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Endkunden in Millionen
|
Marktanteil
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|---|---|---|
| Telekom | 15,1 | 40,1 % |
| Vodafone | 10,0 | 26,5 % |
| 1&1 | 3,9 | 10,3 % |
| Telefónica o2 | 2,4 | 6,4 % |
| Deutsche Glasfaser | 0,9 | 2,4 % |
| Tele Columbus (PŸUR) | 0,7 | 1,9 % |
| NetCologne | 0,6 | 1,6 % |
| EWE-Gruppe | 0,5 | 1,3 % |
| M-net | 0,5 | 1,3 % |
| Weitere Anbieter | 3,9 | 8,2 % |
Quelle: 27. TK-Marktanalyse Deutschland 2026 von VATM/Dialog Consult. (Stand: 31.12.2025)
Welche Internet-Bandbreiten buchen die Deutschen?
Die Nachfrage nach schnellem Internet wächst hierzulande weiter. Die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen, aufgeschlüsselt nach Bandbreiten:
- 1.000 Mbit/s und mehr: 2,9 Millionen (7,6 Prozent)
- Mehr als 250 Mbit/s bis unter 1.000 Mbit/s: 8,2 Millionen (21,5 Prozent)
- Mehr als 50 Mbit/s bis 250 Mbit/s: 16,7 Millionen (43,9 Prozent)
- Mehr als 16 Mbit/s bis 50 Mbit/s: 7,5 Millionen (19,7 Prozent)
- 16 Mbit/s und weniger: 2,8 Millionen (7,3 Prozent)
Gigabit-Internet für viele verfügbar, doch weniger als 10 Prozent buchen es
Ende 2026 werden laut VATM-Schätzung 88,6 Prozent aller Haushalte von einem Gigabit-fähigen Anschluss erreicht. 32 Millionen Haushalte sollen bis zum Jahresende mit Glasfaser bis ins Gebäude (FTTB) oder bis in die Wohnung (FTTH) erreichbar sein. 19,2 Millionen Haushalte werden laut der Studie bei Highspeed-Internet die Wahl haben: Sie werden sowohl mit Kabel-Internet als auch mit Glasfaser versorgt. Haushalte haben 2026 im Vergleich zum Vorjahr mit 2,9 Millionen rund 200.000 mehr Anschlüsse mit Gigabit-Speed gebucht. Mehr als zwei Drittel der Anschlüsse werden aber weiterhin mit geringeren Surfgeschwindigkeiten von maximal 250 Mbit/s genutzt.
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