Blackout: Wie gut sind die Deutschen vorbereitet?
- Mehrheit wiegt sich in Sicherheit
- Stromausfälle unwahrscheinlich
- Aus welchen Gründen könnte der Strom ausfallen?
- Nur jeder Vierte wäre auf einen Blackout vorbereitet
- Blackout: Welche Vorbereitungen werden getroffen?
- Blackout: So bereiten sich Deutsche vor
- Tipps: So wappnen Sie sich
- Download: Tabellenband Blackout
Stromausfall? Mehrheit der Deutschen wiegt sich in Sicherheit
Die moderne Welt ist von Strom abhängig. Doch was, wenn er einmal ausfällt? Wir haben gefragt, wie sicher sich die Menschen in Deutschland fühlen, welche Bedrohungen sie sehen und welche Vorbereitungen sie für den Fall der Fälle getroffen haben.
Stromausfälle gelten als unwahrscheinlich
Auch nach dem massiven Stromausfall in Berlin zu Beginn des Jahres 2026 hält eine deutliche Mehrheit der Befragten (64 Prozent) die Stromversorgung in Deutschland für sicher. 26 Prozent sind unentschlossen, während 10 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass die Stromversorgung nicht sicher ist
Aus welchen Gründen könnte der Strom ausfallen?
Als größte Bedrohungen der Stromversorgung werden Sabotageakte (58 Prozent) und Cyber-Angriffe (51 Prozent) wahrgenommen, gefolgt von veralteten Stromnetzen (30 Prozent) und Naturkatastrophen (28 Prozent).
Geringes Vertrauen in staatliche Vorbereitung
Sind die Behörden gut auf einen Stromausfall vorbereitet? Die meisten Befragten geben sich hier skeptisch. 55 Prozent gehen davon aus, dass die Behörden und Verantwortlichen nicht gut oder unzureichend auf einen Blackout vorbereitet sind. Von einer sehr guten oder guten Vorbereitung gehen nur 13 Prozent der Befragten aus.
Nur jeder Vierte wäre auf einen Blackout vorbereitet
70 Prozent der Befragten gaben an, sich nicht konkret auf einen Stromausfall vorbereitet zu haben, nur 30 Prozent haben sich darauf vorbereitet.
Blackout: Welche Vorbereitungen werden getroffen?
Wenn sich die Befragten auf einen Stromausfall vorbereitet haben, sorgen sie vor allem für Leuchtmittel wie Kerzen oder Taschenlampen sorgen (69 Prozent). Auch Vorräte an Nahrung (64 Prozent) und Wasser (56 Prozent) haben viele bereitgestellt. Eine Powerbank für den Fall eines Stromausfalls halten 55 Prozent der Befragten bereit, zusätzliche Vorkehrungen für Wärme und Schutz haben 52 Prozent getroffen. Selten wird für eigene Elektrizität per Notstromaggregat gesorgt (21 Prozent). Sprit haben nur 16 Prozent eingelagert. Acht Prozent geben an, sich im Bereich Selbstverteidigung/Bewaffnung vorbereitet zu haben.
Methodik
Die Umfragedaten wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact im April 2026 online erhoben. Die Befragten stammen aus einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit rund 500.000 Teilnehmern. Befragt wurden 1.007 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die Befragung ist bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich Alter, Geschlecht und Bundesland.
Tipps: So bereiten Sie sich gut auf einen Stromausfall vor
Wie sollte man sich auf einen Stromausfall vorbereiten? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat dafür zahlreiche Informationen zusammengestellt. Darüber hinaus gibt es einen umfangreichen Ratgeber für Katastrophenfälle. Die wichtigsten Tipps:
Vorrat an Trinkwasser und Nahrungsmitteln anlegen
Viele Menschen können wochenlang ohne Nahrung auskommen, aber nur wenige Tage ohne Wasser. Pro Tag können Sie rund 2 Liter Wasser veranschlagen.
Erste-Hilfe-Ausrüstung und wichtige Medikamente auf Vorrat haben
Neben medizinischen Notfällen sollten Sie auch an chronische Krankheiten und die notwendigen Medikamente denken – für sich selbst und pflegebedürftige Angehörige.
Kerzen oder Taschenlampe bereithalten
Alternative Beleuchtungsmittel am besten zusammen mit notwendiger Ausstattung (Streichhölzer, Feuerzeug, Batterien) aufbewahren.
Radioempfänger griffbereit haben
Der öffentliche Rundfunk ist eine wichtige Informationsquelle bei Katastrophenfällen. Neben batteriebetriebenen Geräten gibt es auch Radios, die mit Kurbeln und/oder Solarzellen aufgeladen werden können.
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