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Hohe Netzbelastung während der Fußball-WM: Das sind die Pläne der Mobilfunker

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Bei sportlichen Großereignissen wie der anstehenden Fußball-WM sind die Handynetze erhöhter Belastung ausgesetzt. Das Vergleichsportal Verivox hat die deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber gefragt, wie sie ihr Netz während des Turniers sattelfest halten wollen. Vor allem dezentral sind hohe Daten-Peaks zu erwarten: Viele Gastro- und Eventlocations stehen in den Startlöchern für Public Viewings.

Fußballturniere sorgen oft für hohe Netzauslastung

In den letzten Jahren sind Sport-Großereignisse immer wieder Auslöser für Daten-Peaks gewesen. Das gilt nicht nur für WM-Turniere, sondern auch für Spiele von Vereinsmannschaften – wie zuletzt der aufsehenerregenden Champions-League-Partie zwischen Real Madrid und Bayern München. Ähnliche Peaks könnte es auch bei der WM geben, sofern Deutschland länger dabei ist.

"Durch die inzwischen gute 5G-Versorgung können Auslastungsspitzen in allen Netzen deutlich besser abgefedert werden als früher", sagt Verivox-Telekommunikationsexperte Jörg Schamberg. "Dennoch kann bei einer hohen Netzauslastung vor allem das Hochladen von Videos oder Reels erschwert sein. Die Daten tröpfeln auch dann langsamer, wenn das Volumen im eigenen Tarif großzügig bemessen ist."

Was die Mobilfunker für die Netzstabilität tun

Sind die Netzbetreiber gut vorbereitet? Auf Verivox-Anfrage sieht eine Sprecherin der Telekom vor dem Start der WM für die aktuell bekannten Public Viewings das Netz auch ohne zusätzliche Antennenstandorte "bestens gerüstet". Es sei auf eine hohe Auslastung ausgelegt und halte ausreichende Kapazitäten bereit. Demzufolge entwickele die Telekom ihr Mobilfunknetz unter anderem mit Hilfe von KI-Agenten weiter in Richtung dynamischer und automatisierter Steuerung. So ließen sich öffentliche Events erkennen, die erwartete Netzlast bewerten und mögliche Maßnahmen für die Netzstabilität ableiten.

Ein Vodafone-Sprecher gibt ebenfalls an, der Düsseldorfer Netzbetreiber plane keine zusätzlichen Standorte. Man gehe davon aus, dass die aktuell bekannten Public Viewings vor allem im Bereich der Gastronomie über das reguläre Mobilfunknetz oder das WLAN der Locations "ausreichend abgedeckt" sind. Bei der EM 2024, die in Deutschland stattfand, habe man vor allem die Verkehrswege in Richtung Stadion, die Stadien selbst und einige Public-Viewing-Bereiche "geboostert". Aufgrund der Tendenz zu vielen kleineren, dezentralen Fan-Festen sei für das USA-Turnier keine solche Stärkung des Netzes vorgesehen.

Ein Sprecher des jüngsten Netzbetreibers 1&1 sagt, man stelle sich frühzeitig auf die zu erwartende erhöhte Datennutzung ein, insbesondere während der Spitzenbegegnungen. 1&1 erwarte, auch zu Stoßzeiten eine leistungsfähige und stabile Netzversorgung bieten zu können. In den vergangenen Monaten sei gezielt in den Ausbau des Kernnetzes investiert worden. Der Netzbetreiber O2 hat sich auf die Verivox-Anfrage nicht geäußert.