VW-Skandal: Verbraucherschützer fordern Geld für deutsche Kunden
Senior Online-Redakteur Versicherungen
Stand: 09.11.2015
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa
Düsseldorf/Wolfsburg - Nach Berichten über geplante Geldzahlungen an vom Abgas-Skandal bei VW betroffene US-amerikanische Autobesitzer fordern Verbraucherschützer eine ähnliche Regelung auch für Deutschland.
"Das Unternehmen muss zu seiner Verantwortung stehen", sagte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), der "Rheinischen Post" (Montag). "Darum wären solche Gutscheine in Deutschland das Minimum, um die betroffenen Verbraucher zu entschädigen."
VW will in den USA betroffenen Autobesitzern offenbar Geld anbieten. Besitzer von Diesel-Autos sollten als Wiedergutmachung Gutscheine im Wert von bis zu 1250 US-Dollar (rund 1150 Euro) bekommen, berichtete das Online-Portal "The Truth about cars". Ein VW-Sprecher in Wolfsburg sagte dazu am Sonntag: "Volkswagen of America hat seine Händler über eine geplante Aktion informiert. Details dazu werden in der kommenden Woche von VW of America kommuniziert." Unklar blieb zunächst, ob die VW-Kunden im Gegenzug für die Geldzahlung auf ihr Klagerecht verzichten sollen.
Zur Aufarbeitung des Abgasskandals kommt am Montag erneut der VW-Aufsichtsrat zusammen. Am Wochenende hatte sich der Verdacht erhärtet, dass bei falschen CO2-Angaben an den Autos selbst und nicht an den Prüfständen manipuliert wurde.
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