Lichthupe und dichtes Auffahren: Drängler sind das größte Ärgernis auf deutschen Straßen
27.04.2026 | 11:30
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Heidelberg. Auf deutschen Straßen wird viel geflucht: 98 Prozent der Autobesitzer ärgern sich beim Autofahren über andere Verkehrsteilnehmer, Parkplatzprobleme oder Behinderungen des Verkehrsflusses. An erster Stelle stehen Drängler, über die sich 44 Prozent der Autobesitzer ärgern. Dicht dahinter folgen für 43 Prozent aggressive Fahrer. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox.
Drängler und aggressive Fahrer am unbeliebtesten
Nur zwei Prozent geben in der repräsentativen Verivox-Umfrage an, sich beim Autofahren nie zu ärgern. 98 Prozent benennen bis zu drei Schmerzpunkte im Straßenverkehr, die sie am meisten ärgern. Mit 44 Prozent gibt die größte Gruppe zu dichtes Auffahren an. Fast genauso viele (43 Prozent) nennen aggressive Fahrer, die grundlos hupen, wild gestikulieren oder riskant überholen.
Die Straßenverkehrsordnung ist diesbezüglich eindeutig – Abstandsverstöße und zu knappes Einscheren sind Ordnungswidrigkeiten. Wer dadurch einen Unfall verursacht, riskiert seinen Versicherungsschutz. "In der Regel kommt die Versicherung für den Schaden erst einmal auf", sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. "Sie kann den Versicherungsnehmer dann allerdings in den Regress nehmen und die Kosten ganz oder teilweise zurückfordern."
Auch Parken kann zum Verdruss werden
Doch nicht nur das Verkehrsgeschehen, sondern auch das Parken kann eine Belastung sein. Für fast ein Drittel (30 Prozent) der Autobesitzerinnen und Autobesitzer zählen die Parkplatzsuche und andere Probleme beim Parken - etwa wenn ein anderer Fahrer den anvisierten Parkplatz besetzt - zu den größten Ärgernissen. Besonders ärgerlich ist das in Gegenden mit weniger Platz: 35 Prozent der Autofahrer aus Großstädten nennen diesen Punkt, aus Dörfern und Klein- sowie Mittelstädten sind es 28 Prozent.
28 Prozent der Autobesitzer ärgern sich beim Autofahren mit am meisten darüber, wenn keine Rettungsgasse gebildet wird; jeder Vierte, wenn ihm die Vorfahrt genommen wird. Auf den Rängen dahinter landen verschiedene Beschränkungen des Verkehrsflusses. Etwas mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) ist genervt von Fahrradfahrern, die nicht überholen lassen oder vor dem Abbiegen kein Handzeichen geben. Ebenfalls jeweils 21 Prozent ärgern sich über langsame Fahrzeuge, die vorausfahren sowie über "Elefantenrennen", also Lkw auf der mittleren oder linken Spur der Autobahn.
Sehr viel mehr Toleranz bringen Autobesitzer Ortsfremden entgegen, die sich offensichtlich nicht auskennen. Nur drei Prozent wählen diesen Punkt – gute Nachrichten für fast jeden Autofahrer, sofern er nicht ausschließlich in der eigenen Stadt oder dem eigenen Landkreis unterwegs ist.
Methodik
Im Auftrag von Verivox hat das Marktforschungsinstitut Innofact Ende Januar 2026 insgesamt 1.006 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren, die im Besitz eines Pkw sind, online befragt. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit. Die Befragten entstammen einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit rund 500.000 Teilnehmenden.