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Die meisten Autobesitzer in Deutschland zahlen erneut mehr für die Kfz-Versicherung

15.02.2026 | 13:17

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Weitere Preisrunde in der Kfz-Versicherung: 82,6 Prozent der Autobesitzer in Deutschland sind von den Preiserhöhungen betroffen. 60,3 Prozent erhielten eine höhere Rechnung. Für 22,3 Prozent blieb der Beitrag gleich, obwohl höhere Schadenfreiheitsklassen die Prämie mindern müssten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox. Die breite Mehrheit akzeptiert die höheren Beiträge.

22 Prozent treffen indirekte Preiserhöhungen

Die Mehrheit der Autobesitzerinnen und Autobesitzer in Deutschland hat auch mit ihrer letzten Kfz-Versicherungsrechnung eine Preiserhöhung erhalten: In der Verivox-Umfrage geben 60,3 Prozent an, dass ihr Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. 22,3 Prozent stellten keine Änderung fest. Da in den vergangenen 12 Monaten keiner der Befragten einen Schaden gemeldet hat, hätte der Beitrag eigentlich sinken müssen. Insgesamt sind somit 82,6 Prozent von den neuesten Preissteigerungen in der Kfz-Versicherung betroffen. Nur bei 10,7 Prozent ist der Beitrag ist günstiger geworden.

"Die Kfz-Versicherer beklagen die weiterhin steigenden Ersatzteil- und Reparaturkosten", sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. "Dennoch haben die letzten Preiserhöhungsrunden die Budgets der Autoversicherer entlastet. Viele Anbieter treten wieder mit günstigen Preisen in den Wettbewerb um neue Kunden ein."

Im Januar 2025 gaben noch 65,6 Prozent der Autobesitzer an, ihre Prämie habe sich in der vorherigen Abrechnungsperiode erhöht – 5,3 Prozentpunkte mehr als in diesem Jahr.

Sorgenkind Vollkasko

Insbesondere die Vollkaskosparte belastet die Autoversicherer. Hier haben sie auch am häufigsten Preissteigerungen umgesetzt. 65,2 Prozent der Vollkaskoversicherten erhielten mit der letzten Beitragsrechnung eine Preiserhöhung, für 19,8 Prozent blieb der Beitrag unverändert. Unter den Autobesitzern mit Haftpflichtversicherung geben 52,1 Prozent an, eine Preiserhöhung erhalten zu haben; bei 29,9 Prozent änderte sich der Beitrag nicht.

"Eine Vollkasko wird überwiegend für jüngere Fahrzeuge abgeschlossen. Ihr Restwert, den Versicherer bei einem Totalschaden auszahlen, ist somit hoch. Zudem sorgt die komplexere Elektronik für teurere Ersatzteil- und Reparaturkosten", sagt Aljoscha Ziller. "Die Haftpflicht profitiert hingegen vom hohen Durchschnittsalter der Autos in Deutschland. Hier ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Fahrzeug des Geschädigten älter und deshalb günstiger zu reparieren ist."

Drei Viertel der Kunden zahlen die höhere Prämie

Wie in den Vorjahren hat die Mehrheit auch dieses Mal nichts gegen die Preiserhöhung unternommen. 78,2 Prozent geben an, den höheren Beitrag gezahlt zu haben. Im letzten Jahr lag dieser Anteil bei 77,1 Prozent, 2024 bei 70,9 Prozent. Nur wenige (4,5 Prozent) überprüfen ihre tarifrelevanten Angaben oder passen diese an. Ein möglicher Grund für die Zurückhaltung: Ein knappes Viertel (23,4 Prozent) gibt an, nicht zu wissen, wann die Laufzeit ihrer Kfz-Versicherung endet.

"Die jährliche Kündigungsfrist ist eigentlich ein guter Anlass, die Kosten für die Kfz-Versicherung zu vergleichen und zu überprüfen, ob die Vertragsangaben noch korrekt sind oder optimiert werden können", sagt Aljoscha Ziller. Allein mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung (300 Euro Vollkasko/150 Euro Teilkasko), einer jährlichen Zahlweise und der Wahl einer Werkstattbindung spart ein 45-jähriger Golf-Fahrer aus Berlin 42 Prozent.

Methodik

Im Auftrag von Verivox hat das Marktforschungsinstitut Innofact Ende Januar 2026 insgesamt 1.026 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren, die im Besitz eines Pkw sind und Versicherungsentscheidungen mit oder allein verantworten, online befragt. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit. Die Befragten entstammen einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit rund 500.000 Teilnehmenden.

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