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Blackout: Zwei Drittel der Deutschen halten Stromversorgung für sicher

21.05.2026 | 10:04

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält die Stromversorgung hierzulande für sicher. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Gleichzeitig ist das Vertrauen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken: Aktuell schätzen 64 Prozent der Befragten die Stromversorgung in Deutschland als sicher oder sehr sicher ein, vor einem Jahr waren es noch 69 Prozent. Zudem bezweifelt die Mehrheit der Befragten, dass Behörden und Verantwortliche gut auf einen größeren Stromausfall vorbereitet sind.

Vertrauen in Stromversorgung ist leicht rückläufig

Im Jahresvergleich ist der Anteil der Menschen, die die Stromversorgung in Deutschland für sicher halten, um rund fünf Prozentpunkte gesunken. Ein möglicher Grund hierfür könnte der Stromausfall in Berlin nach einem Brandanschlag zu Beginn des Jahres sein. Rund 45.000 Haushalte und über 2.000 Betriebe waren tagelang von der Stromversorgung abgeschnitten.

Als größte Bedrohungen für die Stromversorgung werden Terrorangriffe und Sabotageakte (58 Prozent) sowie Cyber-Attacken (51 Prozent) wahrgenommen. Risikofaktoren wie veralteten Stromnetze (30 Prozent) und Naturkatastrophen (28 Prozent) werden eine geringere Bedeutung zugeschrieben.

"Das Stromnetz in Deutschland gehört zu den zuverlässigsten weltweit und zählt auch im europäischen Vergleich zur Spitzengruppe. Dennoch besteht immer das Risiko eines Stromausfalls und möglichst alle Haushalte sollten darauf vorbereitet sein”, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Mehrheit zweifelt an öffentlichen Stellen

55 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Behörden und Verantwortlichen eher nicht gut oder unzureichend auf einen Blackout vorbereitet sind. Damit traut mehr als die Hälfte der Befragten den öffentlichen Stellen keinen guten Umgang mit einem größeren Stromausfall zu. Das sind rund 8 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Nur noch 13 Prozent der Befragten glauben an eine sehr gute oder gute Vorbereitung. Im Jahr zuvor waren es noch 22 Prozent.

Nur ein knappes Drittel wäre auf einen Blackout vorbereitet

70 Prozent der Befragten geben an, sich nicht konkret auf einen Stromausfall vorzubereiten. Nur 30 Prozent haben entsprechende Vorkehrungen getroffen. Im Vergleich zur Befragung ein Jahr zuvor ist der Anteil der Menschen, die auf einen Stromausfall vorbereitet sind, um rund drei Prozent gestiegen.

Dabei geben Befragte mit Hochschulabschluss und einem Haushaltsnettoeinkommen von über 5.000 Euro signifikant häufiger (36 Prozent) an, auf einen Stromausfall vorbereitet zu sein, als andere Gruppen.

Häufigste Blackout-Vorsorge: Beleuchtung, Nahrung und Wasser

Wenn sich die Befragten auf einen Stromausfall vorbereiten, dann am häufigsten, indem sie für Leuchtmittel wie Kerzen oder Taschenlampen sorgen (69 Prozent). Auch Vorräte an Nahrung (64 Prozent) und Wasser (56 Prozent) haben viele bereitgestellt. Eine Powerbank für den Fall eines Stromausfalls halten 55 Prozent der Befragten bereit, zusätzliche Vorkehrungen für Wärme und Schutz haben 52 Prozent getroffen. Selten wird für eigene Elektrizität per Notstromaggregat gesorgt (21 Prozent). Sprit haben nur 16 Prozent eingelagert. Acht Prozent geben an, sich im Bereich Selbstverteidigung/Bewaffnung vorbereitet zu haben.

Methodik

Die Umfragedaten wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact im April 2026 online erhoben. Befragt wurden 1.013 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.