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Ausbau der Mobilfunknetze: 5G-Standard weit verbreitet
In den letzten Jahren haben die Mobilfunknetzbetreiber viel Arbeit in den Ausbau ihrer Mobilfunknetze gesteckt. Daher gehören Gesprächsabbrüche, stockende Videos und Funklöcher zunehmend der Vergangenheit an. Dennoch unterscheiden sich die verschiedenen deutschen Handynetze sowohl hinsichtlich der Abdeckung als auch in Bezug auf die Sprachqualität und Surfgeschwindigkeit. Für Mobilfunk-Userinnen und -User ist es daher ratsam, sich genauer mit dem Thema zu befassen.
- Ausbau der Mobilfunknetze: 5G-Standard weit verbreitet
- Das Wichtigste in Kürze
- Die Flächenabdeckung der deutschen Mobilfunknetze
- Bundesweite Flächenabdeckung der Mobilfunknetze
- Was sind Mobilfunknetze?
- Welche Mobilfunknetze gibt es in Deutschland?
- Die Geschichte des Mobilfunks
- Beliebte Mobilfunkanbieter
Das Wichtigste in Kürze
- Die Mobilfunknetze stellen die technische Infrastruktur dar, über welche die für die Kommunikation zwischen mobilen Endgeräten erforderlichen Signale übertragen werden.
- Aktuell existieren in Deutschland vier Mobilfunknetze, die von der Deutschen Telekom (D1-Netz), Vodafone (D2-Netz), Telefónica (O2-Netz) und 1&1 (1&1-Netz) betrieben werden.
- Das 5G-Mobilfunknetz von 1&1 ist weiter im Aufbau. Der Anbieter setzt da, wo das eigene Netz bislang nicht verfügbar ist, auf das Mobilfunknetz von Vodafone (National Roaming).
- Mit 5G ist seit 2019 die fünfte Generation der Mobilfunknetze aktiv, die Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde ermöglicht.
- Vermarktet wird 5G in Tarifen für private Kunden meist aber nur mit bis zu 300 Mbit/s.
Die Flächenabdeckung der deutschen Mobilfunknetze
Telekom-Netz: Flächenversorgung per Mobilfunk
- 5G: 87,9 Prozent
- 4G (LTE): 92,5 Prozent
- 2G: 98,8 Prozent
(Daten: Breitbandatlas der Bundesnetzagentur; Stand: Dezember 2025)
Vodafone-Netz: Flächenversorgung per Mobilfunk
- 5G: 75,7 Prozent
- 4G (LTE): 91,7 Prozent
- 2G: 98,3 Prozent
(Daten: Breitbandatlas der Bundesnetzagentur; Stand: Dezember 2025)
o2-Netz: Flächenversorgung per Mobilfunk
- 5G: 76,2 Prozent
- 4G (LTE): 88,6 Prozent
- 2G: 98,3 Prozent
(Daten: Breitbandatlas der Bundesnetzagentur; Stand: Dezember 2025)
1&1-Netz: Flächenversorgung per Mobilfunk
- 5G: 1,9 Prozent
- 4G (LTE): 1,8 Prozent
- 2G: 0,0 Prozent
(Daten: Breitbandatlas der Bundesnetzagentur; Stand: Dezember 2025)
Bundesweite Flächenabdeckung der Mobilfunknetze
Die Flächenversorgung mit Mobilfunknetzen durch mindestens einen Mobilfunkanbieter sah Ende 2025 bundesweit laut Daten der Bundesnetzagentur wie folgt aus:
- 5G: 95,29 Prozent
- 4G: 97,79 Prozent
- 2G: 99,78 Prozent
Was sind Mobilfunknetze?
Die Mobilfunknetze bezeichnen die für die Kommunikation zwischen Mobiltelefonen erforderliche technische Infrastruktur. Erst die Handynetze ermöglichen es überhaupt, ein Gespräch oder einen Datentransfer zwischen zwei mobilen Endgeräten herstellen zu können.
Die eigentliche Übertragung teilt sich dabei in zwei Bereiche auf:
- Funkverbindung zwischen dem jeweiligen Mobilfunkgerät und dem nächstgelegenen Sendemast
- kabelgebundene Übertragung zwischen den Netzzugängen, auf die Gesprächsteilnehmende zugreifen
Wenn eine Person aus München beispielsweise jemanden in Hamburg anrufen möchte, so wird nur die kurze Strecke zwischen ihrem Handy und dem Sendemast per Funk übermittelt. Die restliche Gesprächsübertragung erfolgt per Kabel über die beiden Netzzugänge und funktioniert im Wesentlichen wie bei einem normalen Festnetztelefon.
Welche Mobilfunknetze gibt es in Deutschland?
Mittlerweile gibt es in Deutschland vier verschiedene Netzbetreiber.
- Deutsche Telekom (D1)
- Vodafone (D2)
- Telefónica (O2-Netz/ehemaliges E-Netz)
- 1&1 5G-Netz

Anders als seine Vorgänger stellt das D-Netz ein digitales, mehrdienstfähiges Mobilfunknetz dar, das sowohl für Sprache, und Text als auch für Daten ausgelegt ist. Es basiert auf dem seit 1982 geplanten europäischen Standard GSM (heute Global System for Mobile Communications) und ermöglicht die grenzüberschreitende Nutzung des eigenen Mobiltelefons in über 200 Staaten weltweit.
Das E-Netz ist ebenfalls ein digitales Mobilfunknetz, das auf dem DSC-1800-Standard basiert und sich lediglich durch die abweichenden Frequenzbereiche und eine geringere Sendeleistung der Endgeräte vom D-Netz unterscheidet. Nach der Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland 2014 begann ab 2015 die Zusammenlegung der Mobilfunknetze von E-Plus und O2.
Auch als Kundin oder Kunde eines anderen Anbieters nutzen Sie eines dieser Telefonnetze. Denn um ihre eigenen Handytarife kreieren zu können, kaufen kleinere Mobilfunkanbieter Kapazitäten in Form von Gesprächsminuten, SMS und Datenvolumen bei den Netzbetreibern ein. Welche Marken sich welchem Netz zuordnen lassen, stellt die nachfolgende Übersicht beispielhaft heraus:
|
Anbieter
|
Mobilfunknetz(e)
|
|---|---|
| 1&1 | 1&1 (5G-Netz im Aufbau, National Roaming über Vodafone) |
| Aldi Talk | Telefónica |
| BILDconnect | 1&1 (5G-Netz im Aufbau, National Roaming über Vodafone) |
| Congstar | Telekom |
| EDEKA Smart | Telekom |
| Fonic | Telefónica |
| freshphone | Vodafone |
| ja!mobil | Telekom |
| Otelo | Vodafone |
| sim.de | 1&1 (5G-Netz im Aufbau, National Roaming über Vodafone) |
| Smartmobil | 1&1 (5G-Netz im Aufbau, National Roaming über Vodafone) |
Netzqualität: Welcher Provider hat das beste Netz?
Vergleichstests zeigen klar auf, dass alle Provider ihre Mobilfunknetze in den letzten Jahren deutlich verbessert haben. Das gilt sowohl für die Netzabdeckung als auch für die Sprachqualität und Bandbreite. Am Ranking hat sich jedoch nicht wirklich etwas geändert: Als bestes Handynetz gilt immer noch das Telekom-Netz. Danach folgen die Telefonnetze von Vodafone und Telefónica.
Allerdings hat sich der Abstand zwischen den Netzbetreibern in den letzten Jahren deutlich verringert. Insbesondere Telefónica konnte einen großen Sprung nach vorn machen. In Großstädten lassen sich nur noch geringfügige Unterschiede zwischen den einzelnen Netzbetreibern ausmachen. Hier übertrumpft das O2-Netz mitunter sogar das Vodafone-Netz. In ländlichen Regionen schneidet das Telefónica-Netz jedoch deutlich schlechter ab als die Mobilfunknetze der Deutschen Telekom und Vodafone.
5G ist mittlerweile standardmäßig in den meisten Handytarifen enthalten
Mit Bandbreiten von mehr als 100 Megabit pro Sekunde und einer hohen Übertragungsstabilität setzte bereits die vierte Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) vollkommen neue Maßstäbe. Außerdem eröffnete der Standard auch neue Wege für Videotelefonie und im Unterhaltungsbereich, denn dank LTE kann beispielsweise auch unterwegs auf Video-on-Demand-Angebote zugegriffen werden.
5G ist 100-mal schneller als LTE-Downloads. Die fünfte Mobilfunkgeneration ermöglicht ein Downloadtempo von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde. Zudem trägt 5G zur Verringerung der Latenzzeit, also der Verzögerung bei der Übertragung, bei. Auch in diesem Bereich ist die Deutsche Telekom führend – sowohl in urbanen als auch in ländlichen Gegenden. 5G-Tarife sind inzwischen nicht mehr nur bei den Netzbetreibern, sondern auch bei Mobilfunk-Discountern erhältlich. Wichtiger Hinweis: Während die Netzbetreiber ihren Kunden jeweils maximale 5G-Geschwindigkeiten von 300 Mbit/s und mehr anbieten, sind Tarife bei Discountern häufig in der Bandbreite beschränkt, etwa auf 50 Mbit/s.
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Die Geschichte des Mobilfunks
In seiner Entwicklung hat das heutige Mobilfunknetz mehrere Stufen durchlaufen.
- Als erstes Mobilfunksystem gilt das analoge A-Netz, das zwischen 1958 und 1977 in Betrieb war und von der Deutschen Bundespost unter dem Namen "öffentlich beweglicher Landfunkdienst (öbL)" eingeführt wurde. Das A-Netz erreichte 1971 seine Kapazitätsgrenze von 11.000 Teilnehmenden und wurde im Folgejahr vom B-Netz abgelöst.
- Ähnlich wie beim A-Netz war das Hauptproblem des Nachfolgenetzes, dass die anrufende Person immer wissen musste, wo sich die gewünschte Gesprächsteilnehmerin beziehungsweise der Gesprächsteilnehmer befand. Die oder der Anrufende musste damals nämlich immer die Vorwahl der Funkstation wählen, in dessen Nähe sich die entsprechende Partei befand. Bewegte sich die Person während des Gespräches aus dem gewählten Funkbereich heraus, wurde die Verbindung abgebrochen und musste neu aufgebaut werden. Die vollständige Netzauslastung des B-Netzes wurde 1986 mit insgesamt 27.000 Teilnehmenden erreicht.
Von analog zu digital
Bereits 1985 wurde das C-Netz in Deutschland eingeführt. Mit einer Kapazität von 800.000 möglichen Teilnehmenden war es das letzte rein analoge Handynetz. Es brachte eine Reihe von Verbesserungen mit, die sich auch in den heutigen Mobilfunknetzen erkennen lassen, vor allem:
- Mobilfunknutzerinnen und -nutzer waren fortan in allen Funkbereichen über eine einheitliche Zugangskennzahl (0161) erreichbar. Diese ermöglichte es, die Funkzone während des Gespräches zu verlassen, ohne dass es zu einem Abbruch der Verbindung kam.
- Des Weiteren waren Userinnen und User im C-Netz nicht mehr an das eigentliche Endgerät gebunden. Die Teilnehmeridentität wurde auf einer Magnetkarte gespeichert – einem Vorläufer der heutigen SIM-Karte. Mithilfe der Karte ließ sich der Netzzugang erstmals mit jedem beliebigen Mobiltelefon herstellen.
Hauptkritikpunkte am C-Netz waren die schlechte Sprachqualität und das hohe Abhörrisiko. Abgelöst wurde das letzte analoge Mobilfunknetz bereits 1991 von dem heute noch aktiven digitalen D-Netz – komplett eingestellt jedoch erst in der Silvesternacht vom Jahr 2000 auf 2001.
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