Wero: So funktioniert der neue Bezahldienst
Wero ist ein neues Online-Bezahlsystem, mit dem Verbraucher auf einfache Weise Geld senden können.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Nutzung von Wero erfolgt über die Banking-App. Voraussetzung ist, dass die kontoführende Bank an Wero teilnimmt.
- Technische Basis für Wero ist die Echtzeitüberweisung. Allerdings muss der Zahlende keine IBAN eingeben, sondern nur die Mailadresse oder Mobilfunknummer des Empfängers eingeben.
- Auch Zahlungen in Onlineshops sind mit Wero möglich. Bislang ist die Zahlungsart im Handel jedoch noch kaum verbreitet.
Was ist Wero?
Wero ist ein Online-Bezahldienst, den europäische Banken gegründet haben, um Verbrauchern und Einzelhändlern bei Online-Zahlungen eine Alternative zu Paypal zu bieten. Während Paypal in der USA ansässig ist, erfolgt die Zahlungsabwicklung bei Wero innerhalb der EU nach den europäischen Datenschutzbestimmungen.
Über die Wero-App können Nutzer einander innerhalb von Sekunden Geld senden, ohne dabei eine IBAN nutzen zu müssen. Derzeit ist Wero in Deutschland, Frankreich und Belgien verfügbar, die Ausweitung auf weitere EU-Länder ist geplant.
Die Funktionsweise von Wero
Voraussetzung ist, dass sowohl der Zahlende als auch der Empfänger ihr Konto bei einer Bank haben, die Wero anbietet, und sich in ihrer Banking-App bei Wero registriert haben.
Wero nutzt die App fürs Onlinebanking
Für die Transaktionen müssen Nutzer ihre Banking-App verwenden und innerhalb der App Wero als Zahlungsdienst auswählen. Dann lassen sich Zahlungen durchführen, auch wenn die IBAN des Empfängers nicht bekannt ist. Wero nutzt hierfür das Adressbuch des Smartphones und prüft anhand der beim Kontakt hinterlegten Telefonnummer, ob der Empfänger ebenfalls ein Wero-Konto besitzt.
Für die Autorisierung einer Wero-Transaktion verwenden Nutzer ihre Banking-App und geben die Zahlung mit dem dort hinterlegten Verfahren frei – etwa in Form von Push-TAN, PIN-Eingabe oder Fingerabdruck-Scan. In technischer Hinsicht handelt es sich bei Wero um eine Sofortüberweisung, die schon zuvor viele Banken ermöglicht haben.
Wero-Nutzer können nicht nur Zahlungen veranlassen, sondern auch Geld bei Kontaktpersonen anfordern. Allerdings ist die Gegenseite nicht zur Zahlung verpflichtet: Wenn innerhalb von 30 Tagen kein Geld eintrifft, wird die Anforderung automatisch storniert.
Kostet die Nutzung von Wero Gebühren?
Für Privatpersonen ist die Nutzung von Wero kostenlos. Wer innerhalb seiner Banking-App Beträge mit Wero sendet, muss somit keine Gebühren dafür entrichten.
Wenn Händler in ihren Onlineshops die Zahlung mit Wero ermöglichen, müssen sie transaktionsabhängige Gebühren bezahlen. Diese sind jedoch deutlich niedriger als die Gebühren von Paypal oder Kreditkartengesellschaften.
Welche Banken unterstützen das Wero-Bezahlsystem?
In Deutschland bieten sowohl die Sparkassen als auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken Wero an. Darüber hinaus können die Kunden der folgenden Banken Wero nutzen:
- BBbank
- Deutsche Bank
- Edekabank
- Ethikbank
- Evangelische Bank
- GLS Bank
- ING
- KD Bank
- PSD Banken
- Postbank
- Revolut
- Sparda Banken
Die Commerzbank und die Onlinebank N26 haben angekündigt, Wero zukünftig ebenfalls in ihren Leistungskatalog mit aufzunehmen.
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Bei welchen Händlern kann ich mit Wero bezahlen?
Derzeit wird Wero noch überwiegend von Privatpersonen genutzt. Die Zahl der Händler, die Wero bereits als Zahlungsart anbieten, ist in Deutschland noch überschaubar. Unter anderem bieten der Onlineshop der Baumarktkette Globus, der Ticketanbieter Eventim sowie etliche kleinere Onlinehändler die Bezahlung mit Wero an. Geplant ist, dass die Zahl der Akzeptanzstellen vor allem im Onlinehandel noch stark ausgebaut wird.
Wer beim Onlineshopping mit Wero bezahlen will, wählt beim Gang zur Kasse Wero als Zahlungsart aus. Erfolgt der Einkauf über das Smartphone, wird der Kunde in seine Banking-App weitergeleitet, wo er die Wero-Zahlung autorisiert. Beim Shopping am PC wird am Bildschirm ein QR-Code angezeigt, der dann mit dem Smartphone gescannt wird.
Sicherheit von Wero-Transaktionen
Da Wero-Zahlungen innerhalb der Banking-App autorisiert werden, ist der Sicherheitsstandard mit dem einer Online-Überweisung vergleichbar.
Schutz vor Missbrauch
Um sich vor Missbrauch zu schützen, sollten Wero-Nutzer dieselben Regeln befolgen wie beim Onlinebanking. Dazu zählen unter anderem die Einrichtung einer Displaysperre am Smartphone, die Geheimhaltung der Zugangsdaten und die regelmäßige Kontrolle der Abbuchungen. Darüber hinaus sollten Bankkunden niemals auf Mails reagieren, in denen das Einloggen in das Onlinebanking gefordert wird, um eine angebliche Sperrung aufzuheben oder Daten zu aktualisieren – hier handelt es sich meist um betrügerischer Phishing-Mail, mit denen Kriminelle an die Bankdaten von Verbrauchern kommen wollen.
Gibt es einen Käuferschutz?
Bei Abbuchungen per Lastschrift sowie Paypal- oder Kreditkartenzahlungen können Kunden das Geld zurückholen, wenn der Händler nach der Zahlung die Ware nicht liefert. Dies ist bei Wero nicht möglich. Ob und in welcher Form es künftig einen Käuferschutz gibt, ist derzeit noch offen.
Vorteile und Nachteile von Wero im Überblick
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile von Wero im Überblick:
|
Vorteile von Wero
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Nachteile von Wero
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|---|---|
| Abwicklugn der Zahlungen durch einen europäischen Anbieter, einfache Handhabung durch Integration in die Banking-App, kostenlose Nutzung für Privatpersonen, günstige Gebühren für Händler | kein Käuferschutz, Zahlungen sind derzeit erst bei wenigen Händlern möglich, Auslandszahlungen sind aktuell nur nach Frankreich und Belgien möglich |