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Bausparvertrag: Was Sie über das Bausparen wissen sollten

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TÜV geprüftes Vergleichsportal

Verivox lässt seinen Ratenkredit-Vergleich freiwillig in regelmäßigen Abständen vom TÜV Saarland testen. Mit dem TÜV-Siegel bestätigen die Prüfer, dass der Kreditvergleich höchsten Qualitätsansprüchen genügt und für Verbraucherinnen und Verbraucher einfach und sicher nutzbar ist. Besonders positiv bewertet hat der TÜV bei seiner letzten Untersuchung die verbraucherfreundlichen Nutzungsbedingungen, die sichere Datenübermittlung, die nachvollziehbaren Filter- und Sortierkriterien sowie die hohe Anzahl der am Vergleich teilnehmenden Anbieter.

Zu den Auszeichnungen

Verivox-Kunden: 95 Prozent positive Bewertungen auf Trustpilot

4,8 von 5 möglichen Sternen. Damit erzielt Verivox auf dem Kundenbewertungsportal Trustpilot das Prädikat "Hervorragend" im so genannten Trust Score. Fast 50.000 Kunden haben hier schon die Services von Verivox bewertet und ihre Erfahrungen geschildert – 95 Prozent davon positiv. Dabei stammen fast alle Bewertungen von Kunden, die über Verivox ihren Anbieter gewechselt haben und von Verivox eine entsprechende Einladung zur Abgabe einer Bewertung erhalten haben. Die restlichen Bewertungen stammen aus so genannten organischen Bewertungen, die jeder hinterlassen kann, oder aus Weiterleitungen zu Trustpilot von unserer Homepage.

Zu den Auszeichnungen

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Bausparvertrag?
  3. Der Ablauf beim Bausparen
  4. Bedeutung der Tarife beim Bausparen
  5. Fördermöglichkeiten beim Bausparvertrag
  6. Vorteile und Nachteile des Bausparvertrags
  7. Beispielrechnung zum Bausparen
  8. Häufig gestellte Fragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Bausparvertrag kombiniert einen Sparplan mit einem Darlehensvertrag: Wenn der Bausparer einen Teil der Vertragssumme angespart hat, kann er sich das Bauspardarlehen auszahlen lassen.
  • Die Auszahlung des Darlehens ist möglich, wenn die Bausparkasse den Vertrag zuteilt. Die Voraussetzungen für die Zuteilung sind in den Tarifbedingungen zu finden.
  • Bausparer können staatliche Förderung in Form von Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie oder Wohn-Riester erhalten.

Was ist ein Bausparvertrag?

Bei einem Bausparvertrag schließen Bausparkasse und Bausparer eine Vereinbarung ab, die sich aus Sicht des Bausparers sowohl auf eine Geldanlage als auch auf einen Kreditvertrag bezieht. Den Vertrag schließen beide Parteien über eine bestimmte Summe ab, die so genannte Bausparsumme. Ist ein Teil der Bausparsumme als Guthaben vorhanden, kann sich der Bausparer nicht nur das angesparte Kapital auszahlen lassen, sondern auch die bis zur Bausparsumme verbleibende Differenz als Bauspardarlehen. Allerdings darf das Bauspardarlehen nur für wohnwirtschaftliche Zwecke wie beispielsweise den Erwerb eines Eigenheims oder die Finanzierung von Renovierungsarbeiten verwendet werden.

Wann das Bauspardarlehen ausgezahlt wird, bestimmt die Bausparkasse im Rahmen der Zuteilung. Entscheidend ist dabei, ob der Vertrag die vereinbarte Bewertungszahl erreicht hat. Diese Kennzahl wird anhand des Guthabens und der bisher erzielten Guthabenzinsen errechnet. Je nach Bauspartarif können die für die Zuteilung erforderlichen Bewertungszahlen unterschiedlich ausfallen.

Eine Besonderheit beim Bausparen besteht darin, dass nicht nur der Guthabenzins, sondern auch der künftige Kreditzins schon beim Vertragsabschluss festgelegt ist. Damit können Bausparer unabhängig von der Entwicklung am Zinsmarkt mit fest kalkulierbaren Kreditkosten rechnen.

Ralph Wefer

Im europäischen Vergleich sind die Zinsen für Baufinanzierungen in Deutschland nur mittelmäßig. In Ländern wie Spanien, Belgien oder Finnland zahlen Bauherren und Eigenheimerwerber zum Teil deutlich weniger für ihren Immobilienkredit. Umso wichtiger ist der Anbietervergleich. Mit einem individuellen und aktuellen Konditionenvergleich stellen Verbraucher sicher, dass sie für ihre Baufinanzierung nicht mehr Zinsen als nötig zahlen. Die Kostenunterschiede im Markt sind groß. Für einen günstigen Baukredit müssen Verbraucher oft mehrere Tausend Euro weniger Zinsen zahlen als für eine Baufinanzierung aus dem mittleren Preissegment.

Datum: 27.01.2026

Ralph Wefer Director Communications - Banking & Insurance

Der Ablauf beim Bausparen

Da es sich beim Bausparen um eine Abfolge aus Geldanlage und Kreditaufnahme handelt, gliedert sich der Ablauf wie folgt:

Der Ablauf beim Bausparen

1

Ansparen des Vertrags

Zunächst bildet der Bausparer mit seinen Einzahlungen Guthaben, das gemäß den Vertragsbedingungen verzinst wird. Möglich sind sowohl Einmalzahlungen als auch regelmäßige Monatsraten. Die Höhe der Monatsraten orientiert sich an der so genannten Regelbesparung, die anhand der Bausparsumme und der tariflichen Rahmenbedingungen errechnet wird.

2

Die Zuteilung

Hat der Bausparer einige Jahre seine Sparraten eingezahlt, wird der Vertrag zuteilungsreif. Mit der Zuteilung des Bausparvertrags erhält der Bausparer das Recht zum Abruf des Bauspardarlehens.

3

Rückzahlung des Darlehens

Nach der Auszahlung des Darlehens beginnt der Kreditnehmer mit der Rückzahlung in monatlichen Raten. Außerplanmäßige Sondertilgungen sind jederzeit möglich, ohne dass die Bausparkasse eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt.

Bedeutung der Tarife beim Bausparen

Bausparkassen bieten unterschiedliche Tarife an, mit denen Bausparer ihren Vertrag auf ihre individuelle Situation optimieren können. Zunächst gibt es die Standardtarife, die darauf ausgelegt sind, dass bei der Regelbesparung der Vertrag nach rund sieben Jahren zuteilungsreif wird.

Wer das Bauspardarlehen schneller benötigt, kann einen Tarif auswählen, der einen schnellere Zuteilung ermöglicht. Dieser ist jedoch meist mit einem höheren Darlehenszins verbunden. Umgekehrt gibt es auch Tarife, bei denen die Zuteilung erst nach acht oder zehn Jahren erfolgt. Diese Tarife bieten oft günstigere Darlehenszinsen.

Für diejenigen, die kein Interesse am Darlehen haben und lediglich Guthaben bilden möchten, bieten einige Bausparkassen spezielle Geldanlage-Tarife an. Beim Verzicht auf die Darlehensauszahlung erhalten Bausparer einen Bonus auf den Guthabenzins.

Fördermöglichkeiten beim Bausparvertrag

Beim Bausparen können Verbraucher staatliche Förderung erhalten und damit die Rendite ihres Bausparvertrags erhöhen. Allerdings ist die Förderung meist an Bedingungen geknüpft. Die nachfolgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick.

Arbeitnehmer-Sparzulage
Wohnungsbauprämie
Wohn-Riester
Berechtigte Arbeitnehmer alle Bausparer ab 16 Jahren Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung und Beamte
Einkommensgrenze ledig / verheiratet pro Jahr 40.000 / 80.000 Euro 35.000 / 70.000 Euro keine
Förderfährige Einzahlung pro Jahr 470 Euro 700 Euro 2.100 Euro
Fördersatz 9 % 10 % 175 Euro Grundzulage + Kinderzulage
Bedingungen Vertragslaufzeit mindestens 7 Jahre Vertragslaufzeit mindestens 7 Jahre, wohnwirtschaftliche Verwendung Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum

Vorteile und Nachteile des Bausparvertrags

Ein Bausparvertrag bringt sowohl Vorteile als auch gewisse Nachteile mit sich.

Nachteile
Vorteile
Im voraus kalkulierbarer Festzins für das künftige Darlehen Hohe Nebenkosten durch Abschlussgebühr
keine Vorfälligkeitsentschädigung bei Sondertilgungen Wohnungsbauprämie und Riesterzulage nur bei wohnwirtschaftlicher Verwendung
staatliche Förderung kann die Rendite erhöhen

Beispielrechnung zum Bausparen

Die nachfolgende vereinfachte Beispielrechnung zeigt exemplarisch das Verhältnis von Bausparsumme, Guthaben und Bauspardarlehen. Zinsen werden aufgrund der Vereinfachung nicht berücksichtigt.

Bausparsumme bei Vertragsabschluss 30.000 Euro
Monatlicher Regelsparbeitrag 0,6 % der Bausparsumme 180 Euro
Angespartes Guthaben nach 7 Jahren 15.120 Euro
Höhe des Bauspardarlehens 14.880 Euro

Häufig gestellte Fragen

Ein Bausparvertrag ist eine Kombination aus Sparvertrag und Darlehensvertrag. Der Bausparer zahlt einige Jahre lang Guthaben auf den Vertrag ein und erhält nach der Zuteilung das Recht, sich die Differenz zwischen Guthaben und Vertragssumme als Bauspardarlehen auszahlen zu lassen.

Bausparen lohnt sich vor allem dann, wenn der Bausparer staatliche Förderung in Anspruch nehmen kann, etwa in Form von Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie oder Wohn-Riester. Darüber hinaus sollte die Bausparsumme so gewählt werden, dass die daraus resultierende Regelbesparung zur geplanten monatlichen Rate passt.

Wie viel die Bausparer in ihren Bausparvertrag einzahlen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Bausparsumme richtet sich beispielsweise nach den jeweiligen Sparmöglichkeiten der Bausparer und dem geschätzten Zuteilungsdatum. Bei Vertragsabschluss legt der Bausparer gemeinsam mit seiner Bausparkasse die Höhe und die Abstände der Sparleistungen fest. Hier kann er sich grundsätzlich zwischen einer monatlichen, einer viertel-, halbjährlichen oder jährlichen Einzahlung entscheiden. In der Einsparphase kann die Höhe der Einzahlungen jederzeit geändert werden. Grundsätzlich sollten die Sparleistungen weder zu hoch noch zu niedrig sein.

Der Bausparvertrag kann zugeteilt werden, wenn die in den Tarifbedingungen erforderliche Bewertungszahl erreicht ist. Die Bewertungszahl errechnet sich aus dem angesparten Guthaben und der Summe der bislang erwirtschafteten Zinsen.

Wenn ein Bausparvertrag zuteilungsreif ist, werden die Bausparer von ihrer Bausparkasse darüber informiert. In der Regel erhalten sie außerdem einen sogenannten Auszahlungsauftrag, den sie innerhalb einer festgelegten Frist einreichen müssen, um die Auszahlung der Bausparsumme und des Bauspardarlehens zu beantragen. Außerdem fordern die Bausparkassen oftmals weitere Unterlagen, die ebenfalls im Benachrichtigungsschreiben genannt werden. Sollte die erste Frist verstreichen, gewähren die Bausparkassen in manchen Fällen noch eine zweite Frist. Im Anschluss verfällt dann aber für die Bausparkassen die Pflicht, das Bauspardarlehen auszuzahlen.

Inzwischen stellen viele Bausparkassen ihren Kunden den Auszahlungsauftrag online als Download zur Verfügung. Wer den Auftrag per E-Mail als verschlüsselte PDF-Datei einreicht, kann die Auszahlung etwas beschleunigen.

Bei Standardtarifen können Verbraucher mit einer Anspardauer von rund sieben Jahren und einer anschließenden Rückzahlungsdauer von acht bis neun Jahren rechnen. Die Laufzeit des Darlehens lässt sich durch Sondertilgungen reduzieren.

In vielen Fällen haben Bausparer die Möglichkeit, ihren Vertrag an sich ändernde Lebenssituationen anzupassen. Sie können die Bausparsumme durch einen Tarifwechsel sowohl erhöhen als auch reduzieren. Ebenso ist es möglich, die Summe auf zwei Verträge aufzuteilen. Eine weitere Option besteht darin, einen Bausparvertrag in einen Wohn-Riester-Vertrag umzuwandeln. Dadurch profitieren Bausparer von der staatlichen Riester-Förderung.

Auch eine Umschuldung ist möglich. Bausparer können das Hypotheken-Darlehen bereits während der Kreditlaufzeit kündigen (aber erst nach zehn Jahren) oder sich zum Ende der Laufzeit einen anderen Anbieter für die Anschlussfinanzierung suchen.

Zinseinkünfte aus Ihrem Bausparvertrag sind Kapitalerträge. Diese müssen Sie in der Anlage KAP (Einkünfte aus Kapitalvermögen) vermerken. Allerdings gibt es einen persönlichen Freibetrag in Höhe von 1.000 Euro (Stand 2026) für Singles und 2.000 Euro (Stand 2026) für Paare, den Sie nutzen können. Dafür müssen Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag einrichten.

Wenn es sich um einen Riester-Bausparvertrag handelt, ist es zudem möglich, die Spar- und Tilgungsbeiträge in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben einzutragen. Nutzen Sie dazu die Anlage AV (Altersvorsorge). Wer von der Arbeitnehmer-Sparzulage profitiert, muss diese in der Anlage VL (vermögenswirksame Leistungen) angeben.

Das sagen unsere Kunden über uns
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